Obstgenuss im Frühling – Frische Impulse für Stoffwechsel und Wohlbefinden
Mit dem Frühling steigt nicht nur die Lust auf Bewegung und Leichtigkeit, sondern auch auf frische, saftige Lebensmittel. Obst spielt dabei eine besondere Rolle: Es liefert Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und natürliche Süße – um den optimalen Nutzen daraus zu gewinnen, lohnt es sich ein paar Tricks zu berücksichtigen.
Alleskönner Apfel
Der Apfel dient das ganze Jahr über, auch bevor noch Rhabarber und Beeren verfügbar sind, als Kraftpaket. Doch Achtung: ein Großteil seiner wirksamen Inhaltsstoffe steckt unter der Schale. Neben den oben bereits erwähnten Inhaltsstoffen enthält das heimische Powerfood reichlich Pektin, einem löslichen Ballaststoff der sättigende aber auch positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel besticht. Im Übrigen – gerade alte Apfelsorten sind reich an den entzündungshemmenden Polyphenolen. Sie schmecken vielleicht nicht ganz so süß, sind aber durchaus besser verträglich.
Kauen bringt´s
Damit das Wunderwerk Obst seine Wirkung voll entfalten kann, nutzt unser Körper einen hochfeinen Mechanismus. Im Speichel befinden sich Verdauungsenzyme, die Kohlenhydrate bereits beim Kauen aufspalten und so die Nährstoffe optimal für die weitere Verarbeitung vorbereiten. Wird nicht richtig eingespeichelt hat der Darm doppelt Arbeit. Dabei leisten unsere Speicheldrüsen Erstaunliches: Sie produzieren täglich zwischen 0,5 und 1,5 Litern Speichel. Über feine chemische Signale in der Mundschleimhaut wird seine Zusammensetzung exakt an die jeweilige Nahrung angepasst – ein präzise abgestimmtes System.
Wer nicht ausreichend kaut, kann also durchaus seine Verdauungsleistung des Darms überfordern. Blähungen oder auch breiiger Stuhlgang sind die Folge. Gutes Kauen lässt also nicht nur den Geschmack besser wahrnehmen, es ist ein „must have“ für guten Obstgenuss.
Obstsäfte brauchen Achtsamkeit
Einspeicheln ist auch bei frisch gepressten Säften gefragt. Da beim Entsaften die strukturgebenden Ballaststoffe wegfallen, sind wir verführt in ein paar Schlucken das Glas zu leeren. Aber mal ganz ehrlich: wer würde schon ½ kg Obst in ein paar Minuten essen. Logisch also, dass der Verdauungstrakt auch hier überfordert wird.
Wer Obstsaft gerne mag, ihn aber nicht so gut verträgt, kann Folgendes versuchen.
Tipp 1: Löffeln Sie den Saft, das lässt durchaus auch eine Achtsamkeitspause zu.
Tipp 2: Greifen Sie beim Entsaften auf eine wunderbare Gewürzpflanze zurück und pressen Sie einfach ein Stück Ingwer zur Förderung der Bekömmlichkeit mit. Eine leichte Schärfe gibt dem Saft ein besonderes Aroma und zusätzlich verbessern die Scharfstoffe die Ausschüttung von Verdauungssäften und erhöhen so die Verdauungsleistung.
Fazit:
Egal ob als Pausensnack oder im Müsli als Beigabe – Büro-Obst ist ein wertvoller Baustein für mehr Energie, Leichtigkeit und einen gut eingestellten Stoffwechsel. Achtsamer Genuss und gutes Kauen helfen dabei das volle Potential auszuschöpfen.
Über mich - Mag. pharm. Claudia Dungl-Hochleitner, MSc
Pharmazeutin | Ernährungsberaterin | Gesundheitsexpertin
Ich verbinde pharmazeutisches Fachwissen mit ernährungswissenschaftlicher Expertise und naturheilkundlichem Verständnis. Mein beruflicher Weg ist geprägt von einem integrativen Ansatz, der wissenschaftliche Fundierung und praktische Umsetzbarkeit vereint.
Ausbildung & Qualifikation
- Studium der Pharmazie
- Master of Science (MSc) für Traditionelle Chinesische Medizin
- Ausbildung zur Heilmasseurin
Tätigkeitsschwerpunkte
- Ernährungsberatung und individuelles Gesundheitscoaching
- Vortragstätigkeit zu Ernährung, Heilpflanzen und naturheilkundlichen Methoden
- Entwicklung funktioneller Gesundheits- und Pflegeprodukte allen voran Willi DunglPHYTOS
Seit über 30 Jahren begleite ich Menschen auf ihrem Weg zu mehr Gesundheitskompetenz. Mein Anliegen ist, Menschen nicht mit Trends oder Dogmen zu verunsichern, sondern ihnen fundiertes Wissen und echte Orientierung für ein selbstbestimmtes, gesundes Leben zu geben.
Dabei berührt es mich, wenn aus Wissen Zuversicht wird – und Menschen erkennen, wie viel Kraft in ihnen selbst steckt.